Unser Sommer 2014

Unser Sommer 2014

Noch einmal schlafen und dann ist auch dieser Sommer 2014 in der Ukraine Geschichte und unsere Kinder gehen am Montag wie gewohnt am 1. September in die Schule. Und doch ist in diesem Jahr alles anders: anstelle von traditionellen Blumenstr?u?en f?r die Klassenlehrerinnen wurden Rebekka und Sarah gebeten, Hygieneartikel und Kleidung f?r die ukrainische Armee zu spenden, neue Sch?ler – Fl?chtlinge aus dem Osten unseres Landes – sind dazu gekommen und wenn diesmal die ukrainische Nationalhymne zum Schulanfang gesungen wird, werden ganz sicher viele Tr?nen flie?en. Jeden Tag erreichen uns neue Nachrichten aus den Kriegsgebieten. In den vergangen zwei Monaten haben wir jeden Tag auf den Erleichterung bringenden Telefonanruf von zwei unserer ehemaligen Tageszentrumsbesucher gewartet, die ihren Wehrdienst an der Front ableisten. Die Berichte dieser und anderer Augenzeugen kann ich heute nicht aufschreiben… Vielleicht zu einem sp?teren Zeitpunkt.

Wir helfen wo wir k?nnen um die Situation f?r die Notleidenden leichter zu machen, soweit es uns m?glich ist: „unsere“ Wehrdienstleistenden haben wir mit lebenswichtigen Schutzwesten und anderem Zubeh?r ausgestattet, f?r drei Wochen hatten wir eine vierk?pfige Familie, die ihr Haus in Slawjansk vor?bergehend verlassen musste, in unserem zweiten Tageszentrum einquartiert. Unser Kinder malen Bilder f?r Verletzte, die in den Krankenh?usern von Odessa behandelt werden, Freunde aus unserer Kirchgemeinde besuchen die Kranken und versorgen Fl?chtlinge mit Kleidung usw. Und wir alle beten und hoffen, dass dieser Krieg bald ein Ende hat und nicht noch weiter in die Ukraine vordringt. In dieser schweren Zeit hat uns Gott mit einem ganz besonders sch?nen Sommer gesegnet. Daran m?chte ich euch nun teilhaben lassen, da nicht zuletzt Eure Unterst?tzung in Wort und Tat das alles m?glich gemacht haben.

Germany-2014 (2)Das erste Highlight war unsere gemeinsame Fahrt ins Erzgebirge vom 20.06. bis 06.07. mit insgesamt 33 Kindern, Jugendlichen und Mitarbeitern. Unvergessliche Exkursionen, sehr leckeres Essen und viele herzliche Begegnungen mit alten und neuen Bekannten machten diese zwei Wochen zu einer ganz besonderen Zeit. In diesem Jahr hatten wir viele neue, kleine – sogar 9j?hrige Kinder – dabei, die sich aber trotzdem fern der Heimat sehr, sehr wohl gef?hlt haben. Vielen Dank an alle Organisatoren, Spender und flei?igen Helfer! Nach unserer R?ckkehr ging es gleich weiter mit einem Seminar f?r 36 junge Leute zum Thema: „Wozu bin ich berufen? … Welche Ziele habe ich?“ vom 09. bis 12. Juli. Es herrschte eine offene und freundschaftliche Atmosph?re und viele der Teilnehmer nutzten die Tage f?r pers?nliche Gespr?che und hatten Zeit, sich Gedanken ?ber ihre Zukunft zu machen und sich bei den Mitarbeitern Rat zu holen. Durch die tolle Lage am Ufer des Schwarzen Meeres hatten wir auch genug Gelegenheit um einfach den Strand, die Sonne und die tolle Luft zu genie?en.

Schon am 19. Juli ging es weiter … In diesem Jahr haben wir es gewagt einen Gro?teil der Kinder, die regelm??ig eines unserer drei Tageszentren besuchen zusammen in ein gro?es Feriencamp einzuladen. Insgesamt waren wir dann 97 Personen. Besonders haben wir uns dar?ber gefreut, dass Steven und David aus Luxemburg von ANCL unser Team verst?rkt haben. Ein gro?er Segen war au?erdem, dass die christliche Gemeinde, die die beiden besuchen, ?ber die H?lfte der Gesamtkosten ?bernommen hat. Vielen Dank nochmal an alle Spender und Marathonl?ufer, die durch ihren sportlichen Einsatz beigetragen haben! Bei Sport, Spiel, gemeinsamem Singen und Tanzen hatten wir viel Spa? miteinander. An jedem Vormittag hatte ich au?erdem ein biblische Geschichte zum Gesamtthema “ In Jesu‘ Fu?spuren“ vorbereitet, wo wir ?ber wichtige Eigenschaften wie Durchhalteverm?gen, Ehrlichkeit, N?chstenliebe und Vergebung gesprochen haben. Am letzten Tag sind viele Tr?nen geflossen, da kaum einer nach Hause wollte. Es war f?r uns als Leiter so bewegend zu sehen, wie die Arbeit von Anfangs 12 Leuten nun auf ?ber 100 gewachsen ist und wie unsere jungen Erwachsenen und Teenager nun selbst Verantwortung ?bernehmen, und das, was sie erfahren haben mit der n?chsten Generation teilen. Es ist ein Wunder, wof?r wir Gott unendlich dankbar sind!!!

Doch mit dieser Woche, waren die Sommeraktivit?ten noch nicht zu Ende. Am 28. Juli bin ich mit 12 jungen Leuten (18 bis 24-J?hrige) f?r 10 Tage nach Armenien gereist, um an einem Jugendaustausch mit armenischen und italienischen Jugendlichen teilzunehmen. Diese Reise fand im Rahmen eines EU-Projektes statt, dass auch die Kosten ?bernahm. Auch das war ein gro?er Segen, da die meisten der Jugendlichen noch nie geflogen, geschweige denn in Armenien waren.

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Das letzte Gro?ereignis der Sommerferien war unsere Ferienwoche mit circa 60 Leuten in der dritten Augustwoche. Schon das dritte Jahr in Folge hat ein Team der FCG Zwickau diese Woche vorbereitet und gestaltet. F?r uns war es eine gro?e Ermutigung, dass sich sieben Unerschrockene mit dem Bus aufgemacht haben, um uns so tatkr?ftig zu unterst?tzen. Die meisten Teammitglieder haben f?r diese Zeit eine Woche ihres Jahresurlaubs geopfert, was wir wirklich sehr sch?tzen!!! Morgens haben wir ?ber das Leben des biblischen Helden „Daniel“ gesprochen und am Nachmittag ging es handwerklich, musikalisch und kulinarisch zur Sache. Sch?n, wenn man bei Kindern Interesse f?r anderes als Fernsehen und Computerspielen wecken kann.

Und nun hat uns der Alltag wieder…. Schule, Hausaufgaben, neue Freiwillige aus Italien, die morgen ankommen … Und doch ist es ein anderer Alltag als im vergangenen Jahr. Bitte betet weiter f?r uns, unsere Kinder und deren Familien und f?r Frieden in Odessa und der gesamten Ukraine. Nichts w?nschen wir uns mehr!

Herzlichst verbunden und in gro?er Dankbarkeit,

Slavik, Nicole, Rebekka und Sarah Borisuk mit den Kindern und Mitarbeitern von Lebendige Hoffnung Odessa

Konto: Lebendige Hoffnung e.V.
IBAN: DE77870540003442001004
BIC: WELADED1STB

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