Sommer 2015

Sommer 2015

Mit großer Dankbarkeit blicken wir auf die vergangenen drei Monate zurück. Die Sommerferien waren auch in diesem Jahr angefüllt mit tollen Aktionen, Begegnungen und Ereignissen. In diesem Rundbrief wollen wir auf diese gesegnete Zeit zurückblicken und von ganzem Herzen „DANKE“ sagen.

Zweifellos war unser diesjähriges Camp, in dem wir Kindern und Jugendlichen aus allen drei Tageszentren die Möglichkeit geben konnten, sich eine Woche lang am Schwarzen Meer zu erholen – der Höhepunkt des Sommers. Die wunderbare Atmosphäre, die wir in diesen Tagen genießen durften, ist mit Worten nicht zu beschreiben. Trotz der stattlichen Gruppengröße von 120 Teilnehmern, konnten wir, dank der vielen freiwilligen Helfer, jedem Kind viel Aufmerksamkeit widmen und wir fühlten uns wie eine riesige Familie. Ein besonderer Dank gilt der All Nations Church Luxemburg, die das Camp komplett finanziert hat. Welch ein Segen!

Im Juli hatten sieben unserer Jugendlichen die Möglichkeit für zehn Tage an einer Jugendbegegnung in Italien teilzunehmen. Dieses EU Projekt gab jungen Menschen aus Italien, Portugal, Mazedonien und der Ukraine die Chance, die Kultur der anderen kennenzulernen und Italien zu genießen. Für unsere jungen Erwachsenen ist es immer wieder unbegreiflich, welche Möglichkeiten sich für sie auftun, obwohl sie aus Familien kommen, die mit großen finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Es ist so eine Freude, den jungen Menschen dabei zuzusehen, wie sie die Welt entdecken und wie sie dabei ihre Fähigkeiten entwickeln und ihren Horizont erweitern. Wer hätte das vor 15 Jahren gedacht, als wir das Projekt „Lebendige Hoffnung Odessa“ gestartet haben! Es macht uns immer wieder sprachlos, dankbar und motiviert uns weiterzumachen.

Vom 04. bis 07. August hatten wir ein Team aus der FCG Zwickau bei uns. Sie haben uns für Petrovka eine Küche geschenkt und sie in diesen Tagen eingebaut. Nun steht in Petrovka – dem Ort, zum dem es keine vernünftige Straße gibt – die schönste Küche der Ukraine. Vielen herzlichen Dank an alle fleißigen Helfer, die ihren Urlaub für dieses Projekt geopfert haben und an die großzügigen Spender! Gott vergelt’s!

Zusätzlich zu diesem tollen Fortschritt bei der Renovierung wird die Zahl der Anmeldung für das dritte Tageszentrum immer größer. Unser Ziel ist es deshalb, bis zum Frühjahr, die 4 restlichen Räume vorzurichten, um noch eine zweite Kindergruppe betreuen zu können. Den größten Teil des benötigten Geldes haben wir schon zusammen, was uns sehr ermutigt. Bitte betet weiter für gutes Gelingen. Auch im Mitarbeiterteam in Petrovka hat es einige Veränderungen gegeben. Aufgrund der hohen Besucherzahl haben wir nun jeden Tag mindestens vier Mitarbeiter, die den langen Arbeitsweg auf sich nehmen und mit viel Enthusiasmus und Hingabe ihren Dienst dort tun. Oleksandra und Anja sind jeden Tag dort und werden jeweils von zwei Ehrenamtlichen unterstützt. Wir sind froh und dankbar, dass sich mehr und mehr Jugendliche verbindlich bei uns engagieren. Lena, die zwei Jahre lang das Zentrum in Petrovka mit aufgebaut hat, haben wir für ein Jahr nach Bratislawa geschickt, um dort in slowakischen sozialen Projekten noch mehr Erfahrung zu sammeln. Auch sieben weitere ukrainische Jugendliche konnten wir in diesem Monat zu einem Freiwilligen Sozialen Jahr in verschiedene europäische Länder verabschieden.

Ein weiterer Höhepunkt der Sommerferien war unsere Jugendfreizeit vom 10. bis 15. August, an der sechzig junge Leute teilnehmen konnten. Mehr und mehr wird auch die Arbeit mit unseren Teenagern und jungen Erwachsenen zu einem neuen Schwerpunkt unseres Dienstes. Ihnen in dieser nicht gerade einfachen Lebensphase zur Seite zu stehen, ist ein großes Vorrecht und wenn wir, wie in diesem Sommer, bei der wunderschönen Hochzeit einer ehemaligen Tageszentrumsbesucherin mitfeiern dürfen oder bei zwei Schulabschlussbällen an Stelle der leider bereits verstorbenen Eltern, die Elternrolle einnehmen dürfen, bestärkt uns das in der Gewissheit, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.

Nun hat der Schulalltag wieder Einzug gehalten und nach drei Monaten Sommerferien ist es gar nicht so leicht, sich wieder an die „Normalität“ zu gewöhnen. In allen drei Tageszentren hatten wir die Möglichkeit neue bedürftige Kinder aufzunehmen, unter ihnen auch Flüchtlingskinder aus dem Osten der Ukraine und viele Erstklässler. Das stellt unsere Mitarbeiter vor neue Herausforderungen.

Wir bedanken uns von ganzem Herzen bei allen, die uns unterstützen und andere dazu auffordern, sich an unseren Projekten zu beteiligen. Danke für alle Gebete, finanziellen Gaben, Anrufe, E-Mails und Besuche! Und bitte vergebt uns, wenn wir manchmal versäumen, uns angemessen zu bedanken! Wir schätzen Eure Verbundenheit und Euren Einsatz sehr und fühlen uns tief mit Euch verbunden. Gott segne Euch!

Slavik und Nicole Borisuk, mit Sarah und Rebekka und allen Kindern und Mitarbeitern von „Lebendige Hoffnung“ Odessa

 

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